Berlin-Brandenburger Forschungsplattform BB3R

Entwicklung und Charakterisierung von Hautkrankheitsmodellen mit dem Schwerpunkt atopisches Ekzem

Mitarbeiter/innen:
Hautmodell

Hautmodell

In diesem Teilprojekt werden dreidimensionale Hautkrankheitsmodelle des atopischen Ekzems unter Verwendung von Patientenzellen entwickelt.

Das atopische Ekzem ist eine Hautkrankheit, die durch steigende Prävalenz vor allem in Industrienationen gekennzeichnet ist. Jedoch ist die Ursache der atopischen Dermatitis derzeit noch immer nicht vollständig geklärt.

Mit Hilfe eines in vitro Vollhautmodells sollen spezifische 3D‑Hautkrankheitsmodelle aus Zellen von Neurodermitis-Patienten generiert und umfassend charakterisiert werden. Aufgrund der hohen Prävalenz von Neurodermitis bei Kindern und Jugendlichen sollen, neben Zellen von Erwachsenen, Zellen von juvenilen Neurodermitikern verwendet werden. Im Gegensatz zur konventionellen Gewinnung von Patientenzellen aus Hautbiopsien werden die Zellen mittels einer non-invasiven Methode vom gezupften Kopfhaaren isoliert werden.

Das Ziel dieses Teilprojekts ist zum einen der Einsatz der Hautmodelle in der Grundlagenforschung beispielsweise für Studien zur Aufklärung der Pathogenese genetisch bedingter Hauterkrankungen unter Vermeidung von Tiermodellen. Zum anderen soll das Hautmodell als in vitro Testsystem in der präklinischen Forschung zur Testung neuer therapeutischer Ansätze im Sinne der Reduktion von Tierversuchen Anwendung finden. Bei erfolgreicher Etablierung könnten somit zukünftig die Verwendung muriner und caniner Modelle genetisch bedingter Hauterkrankungen (z.B. flaky tail mice, Nc/Nga mice, TSLP transgenic mice) reduziert werden.    

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